
"Into the Light"
Caroline Shaw: To the Hands, Morton Feldman: Rothko Chapel, Sofia Gubaidulina: Sonnengesang (The Canticle of the Sun)
Einführungsveranstaltung mit Eva Schramm um 19 Uhr
Flamme der Freiheit
Eine flammende Fackel reckt sie gen Himmel und winkt verheißend - in Caroline Shaws "To the Hands" kommt die Freiheitsstatue selbst zu Wort. Sie will Zuflucht müder Kämpfer sein. Der Werktitel verweist zugleich auf ein mittelalterliches Gebet über die gekreuzigten Hände Jesu. Und so beginnt "To the Hands" andächtig, fast meditativ, indem sich über die dunkle Klage eines Kontrabasses in leuchtenden Farben gregorianische Tonreihen erheben.
Lichteinfall und Farbnuancen
Zur Meditation lädt auch Morton Feldmans "Rothko Chapel" ein. Er schrieb das Stück 1971 zur Aufführung im gleichnamigen Bauwerk. Die Kapelle ist ausgekleidet mit dunklen Gemälden des Künstlers Mark Rothko. Erst ein Deckenlicht lässt die eigentliche Textur und zarten Farbnuancen aufscheinen. Der Komponist notierte: "Rothkos Bildsprache geht an die Grenze der Leinwand, und ich wollte denselben Effekt mit der Musik - sie soll den gesamten achteckigen Raum durchdringen und nicht aus einer bestimmten Distanz gehört werden." Dafür lässt er zum Beispiel eine Viola über den Glockenschlägen von Celesta und Schlagwerk eine "quasi hebräische Melodie" seiner Kindheit anstimmen. Die Instrumente werden zu Solisten, während der wortlose Chor einen Klangteppich ausbreitet.
Dem Schöpfer der Sonne
Auch bei Sofia Gubaidulinas Chorwerk "Sonnengesang" steht ein Instrument im Mittelpunkt: Die russische Komponistin, die in diesem Jahr 95 geworden wäre, widmete das Werk Mstislaw Rostropowitsch zu seinem Siebzigsten. Der legendäre Cellist durfte denn auch die Grenzen seines Instruments ausloten von Obertonreihen auf der C-Saite über tiefste Töne bis hin zu Trommeleinlagen. Gemeinsam mit Chor und Schlagwerk vollzieht das Cello die berühmten Verse Franz von Assisi nach. Ein Klang gewordenes Dankgebet an den Schöpfer der Sonne, des Lebens aber auch des Todes - hauchzart transparent und ekstatisch mystisch zugleich.
Klaas Stok Dirigent
Johann Kahleyss Generative Videoarbeiten
Jan Larsen Viola
Fabian Diederichs Violoncello
Francisco Manuel Anguas Rodriguez Elbtonal Percussion
Stephan Krause Elbtonal Percussion
Sebastian Breuing Celesta
Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchester Streichquintett
Solist:innen des NDR Vokalensembles
NDR Vokalensemble
Veranstalter
NDR Media GmbH
Rothenbaumchaussee 132
[D] 20149 Hamburg
Antworten auf alle Fragen zur Veranstaltung und mehr Info erhalten Sie beim Veranstalter unter tel: +4940441920 oder kontakt@ndrmedia.de. Wir sind nur der reine Raumvermieter und kennen keine Details zur Veranstaltung.
Weitere Informationen
- Eine Rollstuhlrampe ist an der Nordseite vorhanden.
Anfahrt
Bei der Johanniskirche 22 - 22767 Hamburg
6 Bushaltestellen in unmittelbarer Nähe (Buslinien 3, 15, 115, 183, 20, 25)
3 Minuten Fußweg zur S-Bahn Station Holstenstrasse (Linien S2, S5) oder Bus 3
4 Minuten Bus-Fahrtweg von & zur S-Bahn Station Altona (Linien S1, S2, S3) mit Bussen 15, 115, 183, 20, 25
Routenplaner: Bus & Bahn oder Google Maps

Sounddrops: Find your way home

Tango: Konzert & Milonga 26

Adjiri Odametey Trio: Eklonko
